Brando Pflegestelle oder Zuhause gesucht

 

Unsere Schützlinge erhalten ihre Namen nicht einfach so. Auch Brandos Name kommt nicht von ungefähr. Wer ihn kennt, muss unweigerlich an einen kräftig gebauten, wissenden und distanzierten Schauspieler denken. Auch der Blick: selbstbewusst und ausdrucksstark machen seinem Namen Ehre. Brando wurde als Fundkater gebracht. Im Katzenhaus lag er lange Zeit in einer Höhle und hat sich nicht an seiner Umwelt beteiligt. Dennoch haben wir einen Funken in ihm gesehen und dass Brando eigentlich cool genug ist, sich für Menschen zu interessieren.

So kennen wir ihn aus dem Tierheim: Brando

Um das zu prüfen, hat sich eine Pflegestelle angeboten, ihn aufzunehmen. In den ersten Wochen hat er sich mit seinem kleinen sturen Kopf in die ‚nichts hören-nichts sehen-nichts sagen‘-Position begeben.

Mit der richtigen Mischung aus Geduld und Hartnäckigkeit konnte er überzeugt werden, dass die Welt vor dem Sofa auch so ihre Vorzüge hat: viel mehr Platz um sich zu strecken und zu putzen und die verpassten Streicheleinheiten nachzuholen. Seither ist er ein richtiges Kuschelmonster geworden und möchte am liebsten stundenlang gekrault werden. Selbst am Bauch und dafür rollt er sich sogar extra auf die Seite!

Zu beobachten, wie der 10-jährige Kater mehr und mehr auftaut, immer selbstbewusster wird und die Wohnung erobert, ist eine ebenso schöne wie bereichernde Erfahrung. Jede Woche macht er neue Fortschritte und schläft mittlerweile sogar nachts mit im Bett, weckt sein Personal morgens mit freundlich-bestimmtem Milchtritt, schmiegt sich nachmittags auf dem Balkon für ein Mittagsschläfchen an und kugelt abends mit dem Baldriankissen durchs Wohnzimmer.

Ab und zu faucht er noch, wenn ihn zu schnelle Bewegungen oder laute Geräusche verunsichern, und wenn es an der Tür klingelt, wird er ruck-zuck unsichtbar. Keine Frage – Brando gehört nicht zu den Charmeuren, die sich über Kinderbesuch freuen oder jubeln, wenn viele Leute um ihn herum sind. Aber er ist ein interessierter und verschmuster Zeitgenosse, der sich ein Zuhause wünscht, das ruhig auf ihn eingeht. Und wo er die Zeit findet, genügend Vertrauen zu fassen, so dass er nach einer längeren Eingewöhnung wieder in den Freigang darf.

„Na klar, die übertreiben“, mögen Sie sich denken. Hier ein Beweisvideo. Aber Obacht! Wenn das Video geschaut wird, besteht die Gefahr sich schlagartig zu verlieben! Wir suchen für Brando dringend ein Zuhause, weil die liebe Pflegestelle aus NRW wegzieht und ihn nicht mehr betreuen kann. Bitte melden Sie sich gerne bei uns, wir vermitteln Ihnen dann den Kontakt zur Pflegestelle.

 

 

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